In Forst und Moor durchatmen und entspannen

Der Forst Kananohe ist die grüne Lunge Langenhagens. Das attraktive Waldgebiet ist auch Ausgangspunkt für den Besuch des Bissendorfer Moores von Langenhagener Seite.  Grüne Wälder, weite Wiesen, dazwischen, auf Waldlichtungen malerisch dahingetupft eine Schafherde oder eine Pferdekoppel: Im Norden der Gemarkung Kaltenweide scheint die Natur noch in Ordnung zu sein. Dort, wo Langenhagen in die Wedemark übergeht, findet man ein weites Gelände, das sich zur Entspannung vom Alltag wunderbar anbietet.

 

Die Artenvielfalt im Wald- und Wiesengebiet ist groß, besonders, da sich das Kaltenweider und Bissendorfer Moor anschließen. Das Kaltenweider Moor ist sumpfig und bewaldet mit reichhaltiger Flora. Ein gepflegter Holzweg führt hindurch an den Rand des Hochmoores. Viele bunte Pilze findet man im Herbst am Wegesrand, im Frühling und Sommer blühen Sumpfblumen und die hellen Blätter der Birken erfreuen das Auge. Am Ende des Weges erreicht man den Aussichtsturm. Dort oben hat man einen weiten Blick über das flache Moor, das einen hellglänzenden blauen Fleck aufweist, den legendären „Muswillensee“, um den Hermann Löns Sagen wob. Das Bissendorfer Moor gehört zu den wertvollsten Hochmooren Norddeutschlands. Etwa einen Millimeter Torf  bildet das lebende Moor pro Jahr - im Bissendorfer Moor hat die Torfmächtigkeit teilweise 7 Meter erreicht. 

 

Der weitere Weg ins Moor ist dem Fußgänger versperrt, denn Flora und Fauna des Gebietes bedürfen des Schutzes vor Menschen. Immerhin leben noch drei Schlangenarten und zwei Eidechsenarten im Moor. Ringelnatter, Kreuzotter und Schlingnatter, Waldeidechse und Blindschleiche haben hier ihr Revier. Auf dem Aussichtsturm gibt es Holzbänke und damit ist er idealer Anlaufpunkt für ein Picknick.Und wer im grauen Herbst oder im eisklaren Winter schon einmal die besondere Faszination des Moores erlebt hat, weiß, dass sich der Besuch auch mit einer Thermoskanne Kakao lohnt. 

Wer sich über das Verbot, das Moor zu betreten, hinwegsetzt, merkt schnell, was Moor bedeutet: Schon beim ersten Schritt hat man nasse Füße, wenn man Pech hat bis zum Knöchel. Da ist es doch schöner, gleich die Ruhe der Natur zu respektieren. Termine für geführte Wanderungen ins Moor werden gelegentlich von den Naturschutzorganisationen angeboten - und dann auch hier veröffentlicht. Wer sich für das Moor engagieren möchte, kann auch an Pflegeeinsätzen teilnehmen - unter www.nabu-langenhagen.de erfährt man Termine.

Um den Forst Kananohe mit dem Auto zu erreichen, fährt man von Hannover aus entweder über Engelbostel, von dort Richtung Resse und dann rechts ab Richtung Kaltenweide. Linkerhand kommt man zu den Parkplätzen am Waldrand.Auch über Kaltenweide ist die Anfahrt möglich: Autobahnabfahrt Kaltenweide, links über den Ortsteil Weiherfeld zum Ortskern, rechts einbiegen in die Kananoher Straße, nach Ortsdurchfahrt und einigen Kilometern Fahrt durch die dörfliche Wiesenlandschaft kommt man rechts zum Waldgebiet. Die Menge der Parkplätze ist begrenzt.

Mit dem Fahrrad ist man flexibler - und kann über die ausgeschilderten Fahrradwege eine schöne Rundtour absolvieren.  Es empfiehlt sich die Mitnahme des Picknickkorbes, denn Gastronomie ist im naturbelassenen Gebiet nicht vorhanden.