Regional Branding für Langenhagen

Das EU-Projekt PFERDEstärken Langenhagen, das 2009 bis 2013 mit erfolgreichen Events, Präsentationen und Publikationen aufwarten konnte, will auch im kommenden Jahr  die Langenhagener und ihre Gäste weiter vom Potential der Stadt überzeugen.

 

Worum handelt es sich bei dem Projekt? Langenhagen ist keine Stadt, deren Vorzüge sich auf den ersten Blick erschließen. Es ist bekannt durch gute Verkehrsanbindung, hat alle Standortvorzüge einer Stadt - doch es erscheint nicht als sympathischer Lebensraum, in der man gerne wohnt. Etwa 14.000 Menschen kommen täglich nach Langenhagen, aber sie wohnen nicht hier - und die Bevölkerung tauscht sich statistisch alle 13 Jahre aus. Nichts, worauf man stolz sein kann. Doch die Stadt ist auch ganz anders, liebevoll-ländlich, mit kleinen Ortschaften, in denen man sich noch untereinander kennt, schönen Wiesen mit Pferden, Geheimtipps für Ornithologen, Unternehmen, die deutschlandweit Einzigartiges produzieren und so vielen Dingen, die es zu erkunden gilt!

 

Und dies alles soll nicht nur den Bürgern und Bürgerinnen von Langenhagen, sondern auch allen, die sich dort arbeiten, vor Augen geführt werden: Es ist eine liebenswerte Stadt!


Bereits mit dem Projekttitel „PFERDEstärken Langenhagen“ hat das Projekt, das 2009 in Angriff genommen wurde, inhaltliche Zeichen gesetzt, die Branding-Charakter haben.

 

Um zunächst den Charakter Langenhagens als „pferdestarke Stadt“ herauszuarbeiten und mit Argumenten, einer „branding-story“ zu untermauern, wurde 2011 besonders die Pferdegeschichte der Stadt in den Vordergund gestellt. Die historischen Bezüge, lebendig aufbereitet, haben geholfen, der Bevölkerung ein erfassbares Bild einer Zeit zu vermitteln, als Langenhagen seinen ersten Aufschwung erlebte - bereits damals durch ein Element der Mobilität. Auch die Jagd als traditionelles Element des ländlichen Lebens, verbunden mit Wildgenuß und ländlichen Festen (Hegermarkt) wurde zum Bestandteil der Vermarktungsstrategie. Hierbei wird beachtet, dass die Mobilität aus dem Leitbild Langenhagens mit dem Strategiekonzept von „PFERDEstärken“ harmonisch zusammengeführt wird, denn die Stadt lebte und lebt von Mobilität mit einem „PS“ zu Pferd oder zu Fuß auf den vielen Spazierwegen bis zu sehr vielen „PS“ auf den zentralen Verkehrswegen und durch den internationalen Flughafen.

 

Wer mehr über die internationale Verknüpfung des heimischen Projektes wissen möchte, kann sich unter www.vitalruralarea.eu weitere Informationen holen - oder Sie rufen einfach die Projektleiterin Dr. Regine von der Haar unter der Rufnummer 0511/73079469 an - sie hilft Ihnen gerne weiter!

Lebendiger ländlicher Raum

Die häufig geäusserte Vermutung, das Projekt sei ausschließlich oder in großen Teilen der Unterstützung des Pferdesports gewidmet, trifft nicht zu. „Vital rural area“, „lebendiger ländlicher Raum“ ist der übergeordnete EU-Projekttitel - und somit steht auch in Langenhagen die attraktive Präsentation der ländlichen Areale im zentralen Blickpunkt des Projektes. Zusätzlich jedoch ist auch die Förderung der heimischen Wirtschaft Projektbestandteil. Der Titel war von Beginn an symbolgebend für die Mobilität als Erfolgsfaktor gedacht - dazu gehören Pferdegeschichte und Pferdesport als eines von mehreren sinnstiftenden Elementen.

Traditionen neu entdecken

Langenhagen hat nur einen geringen Anteil an historisch gewachsener Bevölkerung. Darum bestand bisher im größten Teil der Bevölkerung wenig Bezug zu Traditionen und historischen Entwicklungen im Stadtgebiet. „Im Laufe der Entwicklung und Durchsetzung der Marketingstrategie haben wir festgestellt, dass die Bevölkerung eine verbesserte Identifikation mit Traditionen zu schätzen weiß“, so Dr. Regine von der Haar,  „die starke Resonanz auf PFERDEgeschichten, Hegermarkt, Spargelfest, Bauernmarkt und Wildwochen hat gezeigt, dass wir mit dem Grundkonzept richtig liegen und dieses weiterverfolgen sollten.“

Langenhagener möchten gerne stolz sein auf ihre Stadt - das hat vor allem die Ausstellung „Erfolg - made in Langenhagen“ gezeigt, die beim Regions-Entdeckertag noch einmal präsentiert wird. Langenhagener möchten gern mehr „erfahren“ über ihre Stadt - das bewiesen die beiden FahrKulTouren im Mai und im September 2012. Traditionelles im wahrsten Sinne "erfahren" ist die Devise; bei der FahrKulTour werden Langenhagener und zunehmend auch Bürger angrenzender Kommunen in Bereiche der Stadt geführt, die sie alleine nicht finden oder nicht betreten könnten. Und dort gibt es immer etwas zu sehen, essen, spielen oder lernen - für alle Altersgruppen.

Internationalität in den Mittelpunkt stellen

Mit einem englischsprachigen Imagefilm aus dem Jahr 2011 steht der Stadt nun auch ein Marketingelement für internationale Gäste zur Verfügung. Weitere fremdsprachliche Marketingelemente sollen folgen: „Eine Stadt mit internationalem Flughafen muss sich auch für das Interesse nicht-deutschsprachiger Gäste öffnen“, so die Projektleiterin.

Langenhagen hat derzeit keine aktive Stadtmarketingorganisation. Es gilt darum auch, mit den öffentlichkeitswirksamen Maßnahmen zugunsten eines innerhalb und ausserhalb der Region verfeinerten Bildes von Langenhagen den Boden für ein künftiges Marketing zu bereiten und damit dem Projekt innerhalb Langenhagens noch eine weitere Funktion zu verleihen.